Düngen für Einsteiger

close up of hands holding soil

Pflanzen brauchen Erde. Der Erdboden dient als Nährstoffspeicher und kann die Nährstoffe auch wieder abgeben. Die Pflanze entzieht der Erde ständig Nährstoffe, die sie zum Wachstum braucht. Daher müssen diese dem Boden in Form von Düngemittel regelmäßig wieder zugeführt werden. Für alle, die von Düngen und Düngemittel wenig bis keine Ahnung haben, haben wir hier deshalb eine kurze und knappe Einführung zum Thema zusammengestellt. Düngen für Newbies quasi. 🙂

Die richtige Pflanzenerde

Die Erde und damit der Nährstoffspeicher einer Pflanze, die im Topf oder Kübel wächst, ist begrenzt. Sie ist besonders auf eine regelmäßige Düngung oder einen kompletten Erdwechsel angewiesen.
Spezielle Pflanzenerde für Topf- und Kübelpflanzen ist bereits mit Zusätzen angereichert. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Verpackung, der auch die Preisunterschiede erklärt. Darüber hinaus gibt es Substrate, deren Nährstoffgehalt auf bestimmte Pflanzen ausgelegt ist, wie für Rosen, Orchideen oder Bonsais. Genau so gibt es Düngemittel, die auf unterschiedlichen Bedürfnisse von bestimmten Pflanzen ausgelegt sind, wie Rasendünger oder Rhododendrondünger.

Organische und mineralische Dünger

Bei einer Neupflanzung im Beet ist eine vorherige Grunddüngung sinnvoll, die am besten aus organischem Material wie Hornspänen bestehen sollte. Dabei ist eine Menge von 80 g/qm völlig ausreichend. Als Faustregel gilt: Dem Boden muss nur so viel an Dünger zugeführt werden, wie ihm die Pflanzen entziehen. Bei übertriebenen Düngergaben wird das Grundwasser unnötig belastet. Wer sich ein genaues Bild über den Zustand seiner Erde im Garten machen möchte, sollte eine Bodenproben an eine der Untersuchungsanstalten senden, die Bodenanalysen vornehmen. So erhält man präzise Empfehlungen bezüglich Menge und Zusammensetzung des Düngers.

Unterschieden werden organische und mineralische Düngemittel:

  • Organische Dünger werden aus pflanzlichen oder tierischen Materialien hergestellt. Sie wirken langsam und gleichmäßig, da sie nach und nach von im Boden lebenden Mikroorganismen zersetzt werden, sodass die Pflanzen die enthaltenen Nährstoffe nutzen können. Bei höheren Temperaturen arbeiten die Mikroorganismen schneller, bei niedrigen Temperaturen entsprechend langsamer. Auf jeden Fall dauert es 3-4 Wochen, bis die Pflanzen den aufgebrachten Dünger aufnehmen können. Zur Gruppe der organischen Dünger gehören zum Beispiel reifer Kompost, Hornspäne oder Rinderdung.
  • Mineralische Dünger sind hingegen wasserlöslich und für die Pflanzen sofort verfügbar. Sie sind in verschiedenen Mischungen oder auch als einzelne Mineralien im Handel erhältlich. Phosphat, Kali und Stickstoff gehören in diese Gruppe. Bei der Anwendung sollte man bedenken, dass jeder Überschuss, der von den Pflanzen nicht aufgenommen werden kann, schnell ins Grundwasser gelangt. Die Regel „Viel hilft viel“ ist hier auf jeden Fall fehl am Platz. Man sollte bei hohem Nährstoffbedarf der Pflanzen lieber öfter, aber sparsam düngen. Übrigens kann man auch mit organischen Düngestoffen leicht zu viel des Guten tun, und auch Kompost aus Rasenschnitt und Pflanzenabfällen enthält einen hohen Anteil an Stickstoff. Daher sollte er nicht zu großzügig verwendet werden.

Neben rein organischen oder mineralischen Düngern sind auch Mischungen erhältlich, so genannte organisch-mineralische Dünger. Sie wirken schnell und lang anhaltend. Düngemittel kann man inzwischen natürlich auch über diverse Online-Shops bestellen. Anbieter gibt es jedenfalls viele, wie z. B. die Pflanzotheke oder auch in den Online-Shops von Garten Schlüter oder pflanzenbringer.
Ihr seht, das Thema Düngen ist gar nicht soo schwer und unverständlich wie es auf den ersten Blick scheint. Wir hoffen diese kleine, kurze Einführung hilft euch beim Einstieg ins Düngen.

Bildquelle:
© Eugenio Marongiu / fotolia.com

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. 5

    Wow, danke für diese Informationen!
    Sie helfen mir enorm weiter, da ich auch gerade eine kleine Website zum Thema Pflanzen, um genau zu sein über Zimmergewächshäuser erstelle und dieser mir enorm weiterhelfen.
    Ich werde auf jeden Fall deinen Blog weiter verfolgen!
    Liebe Grüße

  2. 4
    Yvonne says:

    Sehr informativer Beitrag.
    Gerade der Unterschied zwischen mineralischer und organischer Düngung wird immer wieder nicht ganz verstanden.

  3. 3

    […] bis keine Ahnung haben, ein paar knackige infos und Tipps zum Thema zusammengestellt. Nach dem Düngen für Newbies also jetzt eine Runde Pflanzenschutz für Newbies.  Generell sind für die beste Abwehr gegen […]

  4. 2
  5. 1
    Anna von "Mach mal" says:

    Ich freue mich so, dass endlich einmal die wichtigsten Informationen zum Düngen auf einer Seite zusammengefasst sind 🙂 Um das Thema habe ich aus Ehrfurcht bisher immer einen weiten Bogen gemacht. Meine Pflanzen haben es mir zum Glück nicht verübelt. Diese Woche werde ich Ihnen mal etwas Gutes tun! Liebe Grüße, Anna von „Mach mal“