Minztee selbst gemacht

minztee-klein

Es gibt sie in unzähligen Sorten: Die Minze. In arabischen und nordafrikanischen Ländern gilt der Minztee als Nationalgetränk. In Marroko ist das Glas mit frisch aufgebrühter und gesüßter Nanaminze ein Symbol der Gastfreundschaft.  Möchte man sich die schöne Urlaubserinnerung zurückholen oder die wohltuende Wirkung des Minztees voll auskosten, sollte die Minze frisch geerntet in die Teekanne! Doch was ist bei der Ernte und Zubereitung zu beachten?

Minzsorten – die Qual der Wahl
Die bekannteste hierzulande ist die Pfefferminze. Sie hat einen relativ hohen Mentholgehalt uns ist daher besonders als Hausmittel bei Erkältungen, Schnupfen, Magenbeschwerden und Kopfschmerzen wirksam. Sie schmeckt äußerst frisch bis herb.
Minzpflanzen mit geringerem Mentholgehalt sind die Ananasminze, Apfelminze, Mandarinenminze oder Orangenminze. Wie die Namen schon vermuten lassen, haben diese Kräuter neben dem frischen Minzgeschmack auch fruchtige Aromen. Sie eignen sich hervorragend für Kräutertees und zum Verfeinern von Kuchen und Desserts.
Die Marrokanische Minze oder Habed-Nana ist das Teekraut, das die Marrokaner für die Teezubereitung verwenden. Ihr erfrischender Geschmack ähnelt der Pfefferminze, ist dabei etwas süßer.
Minzpflanzen, die sich nebst Teemischung gut zum Würzen von salzigen Speisen eignen sind die Türkische Minze und die Spanische Minze. Ihr Aroma ist typisch frisch, dabei auch kräuterig mild.

Minze ernten
Für die Teezubereitung können im Prinzip alle Pflanzenteile verwendet werden. Besonders geeignet sind jedoch junge Blätter, die nicht allzu dicht am Boden wachsen. Es ist durchaus normal, dass Blätter ein und der selben Minzpflanze unterschiedliche Aromen ergeben können. Jüngere Pflanzenteile haben eine milde Frische, während ältere auch krautig schmecken können.
Einzelne Blätter können mit den Fingern abgezupft werden. Ein ganzer Pflanzentrieb sollte besser mit der Schere oder einem Messer abgeschnitten werden, um die Verletzung der Pflanze so gering wie möglich zu halten.

Minztee zubereiten
Normalerweise genügt es, die Blätter mit kaltem Wasser vom groben Schmutz zu befreien. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Pflanzenteile auch kurz mit kochendem Wasser abbrühen. Pro Tasse sind ungefähr 3-5 Minzblätter nötig, die lose ins Glas gegeben werden können. In einem Teeei können sich die Blätter nicht richtig entfalten. Wer kein Kraut in seinem Tee haben möchte, sollte auf ein Teesieb zurückgreifen. Die Pflanzenteile mit nicht mehr siedenden Wasser übergießen und die Mischung mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nach Vorliebe mit Honig, Kandis oder auch Anis süßen.
Einzelne Minzblätter werten auch fertige Teemischungen, wie fruchtige Eistees oder auch schwarzen Tee auf. Einfach mal ausprobieren.

Foto: marmit / sxc.hu

Kommentare sind geschlossen.